Friedrich Schiller sagte: "Man könnte die Menschen zu Göttern machen, würde man ihnen die Angst nehmen".
Die Angst hält uns auf dem Boden.
Und in meinem Fall tat sie das tatsächlich - ich hatte enorme Angst vorm Fliegen und bin bis zum 5.12.09 genau EINMAL geflogen. Mit meiner damaligen Freundin ging´s nach Griechenland und das auch nur, weil sie mir damit drohte, mich zu verlassen wenn wir diesen Urlaub nicht machen würden. (Sie hat mich dann später doch verlassen, aber nicht weil wir danach nie mehr geflogen sind... - so ist das Leben).
Im Herbst 2009 bot sich mir eine berufliche Chance, die einen Flug nach Arizona bedeutet hätte. Diese Chance musste ich verstreichen lassen, denn zu dem Zeitpunkt, zu dem die Buchung fällig geworden war, schlief ich nicht mehr durch, wachte schweißgebadet in den frühen Morgenstunden auf und quälte mich mit unsinnigen Vorstellungen zu dieser Reise herum. Also ließ ich das bleiben - ärgerte mich aber über mich selbst ohne Ende.
Das kann doch nicht sein, dass einer der erfolgreichsten Mentaltrainer seine eigene Phobie nicht unter Kontrolle bekommt. Mein Ehrgeiz kennt da keine Grenzen.
Von meinem Lehrer Nikolaus Enkelmann daran erinnert, dass ich ja alle notwendigen Techniken bereits gelernt hatte, begann ich mein eigenes Anti-Flugangst-Training.
Und so kam es, dass ich am 5. Dezember 2009 morgens um 8:15 in einem Airbus 319 saß - Destination Hamburg.
Es hat geklappt!
Auch der Rückflug...
...hat ohne größere Probleme geklappt. Es war zwar unterwegs ein wenig "rupplig" - vergleichbar einer Fahrt auf Kopfsteinpflaster, aber nichts, was mich oder meinen Magen in ernste Schwierigkeiten gebracht hat. Und damit war dann auch eine meiner größten Ängste erledigt.